Was „Innovation in unserer DNA“ in der Praxis wirklich bedeutet
Selbst dreißig Jahre alte Kabelklemmen entgehen nicht unserem Anspruch, unsere Lösungen kontinuierlich zu verbessern
Viele Unternehmen behaupten, Innovation gehöre zu ihrer DNA. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie sich diese Haltung in der Praxis zeigt – insbesondere im Einsatzfeld, wo Lösungen täglich auf die Probe gestellt werden.
Um diese Frage zu beantworten, haben wir mit dem Chief Technology Officer von Panduit, Tom Kelly, gesprochen. Tom begann seine Laufbahn im Engineering und verantwortet heute eine der strukturiertesten Forschungs- und Entwicklungsorganisationen der Branche. Er erläutert, wie die Kultur der Neugier bei Panduit Ingenieurinnen und Ingenieure dazu motiviert, sowohl bahnbrechende Technologien als auch kontinuierliche Verbesserungen an den Produkten zu entwickeln, auf die sich Kunden täglich verlassen. Denn im praktischen Einsatz, so Tom Kelly, ist kein Produkt jemals wirklich fertig – neue Herausforderungen sind immer auch Chancen, es weiter zu verbessern.
Innovation mit langfristiger Perspektive
Während klassische F&E‑Budgets mit dem Markt schwanken, setzt Panduit seit Jahrzehnten konsequent auf Produkt‑ und Materialforschung.
Panduit: Panduit reinvestiert konsequent 4–5 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Was steckt hinter diesem langfristigen Engagement?
Tom Kelly: Bei Panduit denken wir bewusst langfristig. Unsere Innovationskultur ist fest im Fundament des Unternehmens verankert. Wir sichern kontinuierlich die notwendigen Ressourcen – und genau diese Beständigkeit ermöglicht es uns, gezielt in die Arbeit zu investieren, die für unsere Kunden wirklich relevant ist.
Panduit: Das ist selten. Wie sieht das in der Praxis aus?
Tom Kelly: Es bedeutet, sich der Lösung schwieriger Probleme verpflichtet zu fühlen. Zum Beispiel kann man die Herausforderungen in Bezug auf Wärme und Leistungsdichte eines modernen Rechenzentrums nicht in einem Monat oder sogar in einem Jahr lösen. Man muss bereit sein, weiter voranzuschreiten und die Forschung fortzusetzen.
Unsere konsequente Investitionsfähigkeit unterscheidet uns. Sie stellt sicher, dass wir kontinuierlich an Lösungen arbeiten können, die für unsere Kunden einen messbaren Nutzen schaffen.
Kontinuierliche Verbesserung über das gesamte Sortiment hinweg
Bei Panduit verlässt ein Produkt den Bereich Forschung und Entwicklung eigentlich nie ganz. Da sich Anwendungen weiterentwickeln, Umgebungen sich verändern und die Erwartungen der Kunden steigen, geht die Arbeit weiter.
Panduit : Innovation wird oft mit neuen Produktkategorien in Verbindung gebracht. Wie sieht Ihr Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung im Alltag Ihrer F&E-Teams konkret aus?
Tom Kelly: Wir stellen an unser gesamtes Angebot dieselben hohen technischen Anforderungen, ganz gleich, ob es sich um bahnbrechende Lösungen wie das Panduit Fault Managed Power System handelt oder um bewährte Produkte, auf die sich unsere Kunden täglich verlassen. Nehmen wir eine so wichtige Komponente wie eine Erdungsklemme. Auf den ersten Blick mag sie wie ein einfaches Metallteil erscheinen. Dennoch optimieren wir es kontinuierlich auf der Grundlage von Rückmeldungen aus der Praxis.
So haben wir unseren Erdungssets beispielsweise Kurzanleitungen beigefügt, um sicherzustellen, dass Installateure die richtige Dichtmasse und die korrekte Crimpzange verwenden. Diese Anpassung resultierte direkt aus praktischen Installationsherausforderungen. Es ist eine kleine Verbesserung, stellt jedoch sicher, dass das Produkt genau wie vorgesehen funktioniert.
Panduit: Das heißt, selbst die etabliertesten Produkte entwickeln sich also ständig weiter?
Tom Kelly: Auf jeden Fall. Bei Panduit bedeutet Innovation kontinuierliche Verbesserung. Das kann die Entwicklung eines neuen Polymers für unsere Kabelbinder sein, das in einer sonnenbeschienenen Umgebung eine höhere UV-Beständigkeit aufweist, oder die Neugestaltung eines Kabelkanals, um die Installationszeit um einige Sekunden zu verkürzen. Bei einem Projekt mit 40.000 Anschlüssen können diese wenigen Sekunden den entscheidenden Unterschied ausmachen zwischen einer termingerechten Fertigstellung und einem Projekt, das das Budget überschreitet. Wir setzen unsere Bemühungen fort, bis die Lösung den Anforderungen vor Ort voll und ganz entspricht.
Die Talente, die die Innovation bei Panduit vorantreiben
Durch den Aufbau einer echten Kompetenzkette ermöglicht Panduit seinen besten Ingenieuren, sich weiterhin den strategisch wichtigsten technologischen Herausforderungen zu stellen.
Panduit: Sie beschäftigen mehr als 250 F&E-Experten. Wie lässt sich eine Organisation dieser Größenordnung auf die richtigen Prioritäten ausrichten?
Tom Kelly: Wir haben eine spezielle Laufbahn für technische Führungskräfte eingerichtet – unser „Distinguished Engineer“-Programm –, die auf derselben Ebene angesiedelt ist wie unsere Führungs- und Vizepräsidentenpositionen. Dieses Programm trägt der Tatsache Rechnung, dass Führung im Ingenieurwesen nicht ausschließlich über das Management erfolgt. Unsere Distinguished Engineers spielen eine wesentliche Rolle bei der Festlegung unserer technischen Ausrichtung, der Begleitung der Teams und der Leitung einiger unserer komplexesten Entwicklungsprojekte. So können wir unsere erfahrensten Experten nah an den technischen Herausforderungen und den Realitäten vor Ort halten.
Panduit : Welche Auswirkungen hat dies darauf, wie sich Innovationen im Unternehmen verbreiten?
Tom Kelly: Dadurch entsteht eine Kultur, in der Fachwissen anerkannt, geschätzt und weitergegeben wird. Wir stärken diese Dynamik durch unsere Praktikums-, dualen Ausbildungs- und Praxisschulungsprogramme, in denen Studierende und junge Ingenieure direkt an der Seite unserer erfahrenen Teams an konkreten Problemstellungen arbeiten. Diese Zusammenarbeit kommt dem gesamten Unternehmen zugute. Sie bringt neue Ideen hervor, fördert den Wissenstransfer zwischen den Ingenieurgenerationen und stellt sicher, dass das Fachwissen von Panduit weiterhin in konkrete Lösungen für unsere Kunden umgesetzt wird.
Innovation ist Teil der DNA von Panduit. Doch nun stellt sich eine weitere Frage: Woher kommen die Ideen? In unserem nächsten Gespräch mit Tom Kelly erfahren wir, wie Panduit auf das Feedback seiner Kunden, Partner, Normungsgremien und Technologieinkubatoren setzt und wie ein strukturierter, stufenweiser Validierungsprozess diese Ideen in konkrete, einsatzbereite Lösungen umsetzt.
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