Ein Blick ins JECIC: Wo Ideen zu Lösungen werden
Tom Kelly über den Ort, an dem Panduit Lösungen testet, weiterentwickelt und validiert, bevor sie in den Einsatz gehen
Ein Ingenieur lächelt über die Werkbank hinweg. Das Team beugt sich über den Prototypen, den es entwickelt, getestet und überarbeitet hat. Etwas hat gerade funktioniert. Das Bauteil verhält sich wie vorgesehen. Die Idee trägt.
Dieser Moment ist bei Panduit wichtig – aber er ist nicht das Ziel. Er markiert den Punkt, an dem ein Konzept härteren Fragen standhalten muss. Hält es Belastungen stand? Lässt es sich so installieren, wie Kunden es benötigen?
Diese Fragen werden im Jack E. Caveney Innovation Center – kurz JECIC – beantwortet. In unseren ersten beiden Gesprächen erläuterte Panduit‑CTO Tom Kelly, warum Panduit kontinuierlich in Innovation investiert und wie Ideen in den Innovationsprozess gelangen. Dieses Mal spricht er über den Ort, an dem diese Ideen entwickelt, getestet, weiterverfeinert und validiert werden, bevor sie in den Einsatz gehen.
Wofür das JECIC konzipiert ist
Das JECIC ist kein Showroom. Es ist ein aktives Forschungs‑ und Entwicklungszentrum, in dem Panduit seine Innovationsgeschichte mit ingenieurwissenschaftlicher Disziplin untermauert.
Panduit: Das JECIC (Jack E. Caveney Innovation Center) wird gelegentlich als „Science‑Fair auf Steroiden“ beschrieben. Welchen strategischen Vorteil bietet diese Ressource Ihren Ingenieurteams?
Tom Kelly: Das JECIC ist der Standort unserer Engineering‑ sowie Forschungs‑ und Entwicklungsteams. Es ist nach dem Gründer unseres Unternehmens benannt, der selbst ein äußerst produktiver Innovator war. Es ist nach dem Gründer unseres Unternehmens benannt, der als treibende Kraft für zahlreiche Innovationen galt. Die Investitionen in dieses Zentrum dienen dazu, unser Innovationsvermächtnis zu würdigen – ein zentraler Bestandteil unseres Unternehmens und unseres Wertversprechens.
Wir haben in Laborflächen investiert, in Prototyping‑Kapazitäten und vor allem in die Menschen, die eine Idee aufnehmen und in etwas Greifbares überführen können. Das ist einer der grundlegenden Wege, wie wir diesen Innovationsgeist fördern.
Panduit: Es geht also nicht darum, Besucher zu beeindrucken?
Tom Kelly: Genau. Wenn Menschen „Innovationszentrum“ hören, denken sie oft an eine Ausstellung. Das ist hier nicht der Fall. Hier lösen Teams konkrete Probleme. Wenn wir sagen, dass Innovation bei Panduit zählt, dann ist dies einer der Orte, an denen man das tatsächlich sehen kann.
Was in den Laboren passiert
Die 18 spezialisierten Labore von Panduit schaffen die Voraussetzungen für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das ist entscheidend, denn Infrastrukturprobleme lassen sich in der Praxis selten klar voneinander trennen.
Panduit: Welche Elemente innerhalb des JECIC machen diese Form der Zusammenarbeit möglich?
Tom Kelly: Eine der größten Stärken des Zentrums ist seine Bandbreite. Wir verfügen über 18 spezialisierte Labore unter einem Dach. Dadurch können wir Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren.
Dort finden Glasfaser‑ und optische Arbeiten statt, ebenso Elektronik‑ und Thermalanalysen – Letztere gewinnen mit steigender Leistungsdichte zunehmend an Bedeutung. Hinzu kommen Materialforschung, mechanische Tests sowie der Prototyping‑Bereich, der es Teams ermöglicht, schnell vom Design zum physischen Bauteil zu gelangen.
Panduit: Der Vorteil liegt also nicht nur in der Anzahl der Labore, sondern in ihrer Zusammenarbeit?
Tom Kelly: Genau. Das Zentrum ermöglicht es uns, mehrere Disziplinen an einer gemeinsamen Herausforderung zusammenzuführen. Dadurch können wir umfassender testen und zu besseren Lösungen gelangen.
Warum Inhouse‑Prototyping das Entwicklungstempo verändert
Das JECIC verkürzt den Zeitraum zwischen Konzept und Feedback – ein praktischer Vorteil, solange Ideen noch Form annehmen.
Panduit: Wie wirkt sich internes Prototyping und Testen auf die Entwicklung aus?
Tom Kelly: Wir verfügen vor Ort über eine voll ausgestattete Prototyping‑ und Werkzeugwerkstatt. Das ist eine sehr wertvolle Ressource für uns, da Ingenieurteams schnell vom Design zum Prototypen übergehen können.
Diese Geschwindigkeit ist entscheidend. Man erkennt früh, wie sich eine Lösung verhält und was Kunden verändert haben möchten. Die starke vertikale Integration ist ein großer Vorteil, da wir zügig durch die Prototyping‑Phase gehen und in erste Pilotproduktionen überführen können.
Panduit: Welche Auswirkungen hat das auf das gesamte Portfolio?
Tom Kelly: Ein Konzept kann in einem Meeting überzeugend klingen. Doch es ist etwas anderes, wenn jemand es installieren muss – und wenn es in einer realen Anwendung funktionieren soll. Je schneller man diesen Punkt erreicht, desto schneller erkennt man, ob man das richtige Problem auf die richtige Weise löst.
Das Zentrum ermöglicht es uns, mehrere Disziplinen an einer gemeinsamen Herausforderung zusammenzuführen. Das hilft uns, umfassender zu testen und zu besseren Ergebnissen zu kommen.
Wo Aussagen zu belastbaren Nachweisen werden
Das JECIC ist entscheidend, wenn sich Kundendruck schnell verändert. Energie, Kühlung, Dichte und Sicherheit erzwingen aktuell neue ingenieurtechnische Entscheidungen.
Panduit: An welchen Herausforderungen arbeiten die Teams aktuell im JECIC?
Tom Kelly: Wie ich bereits in unserem letzten Gespräch erwähnt habe, drehen sich viele Themen um dieselben Belastungen, mit denen unsere Kunden konfrontiert sind: Energie, Kühlung, Dichte und Sicherheit. Das zeigt sich in der Elektrotechnik, im Rechenzentrumsumfeld und im Bereich der Konnektivität.
Mit steigender Bandbreite wird mehr Konnektivität auf kleinerem Raum benötigt. Mit steigender Leistungsdichte gewinnt Kühlung an Bedeutung. Das sind keine abstrakten Themen – sie wirken sich direkt darauf aus, was Kunden von uns erwarten.
Panduit: Kommen Kunden tatsächlich in die Labore und innovieren gemeinsam mit Ihnen?
Tom Kelly: Sehr häufig. Die Labore sind der Ort, an dem wir von Aussagen zu belastbaren Nachweisen gelangen. Das gibt unseren Kunden Sicherheit. Wir sprechen nicht nur darüber, wie sich unsere Lösungen in einem KI‑Rechenzentrum verhalten sollen – wir laden Kunden ein, diese Leistung in Echtzeit zu validieren. Diese Transparenz schafft eine besondere Form von Vertrauen.
Vergessen Sie nicht, auch die weiteren Beiträge unserer Innovations‑Blogserie mit Tom Kelly zu lessen:
- Teil 1 „What Innovation in Our DNA Actually Means in the Field“
- Teil 2 „How Innovation Happens at Panduit“.
In unserer nächsten Blogserie werfen wir einen Blick auf die Menschen hinter der Arbeit – und darauf, wie die Engineering‑Kultur von Panduit Innovation dauerhaft vorantreibt.
- Ein Blick ins JECIC: Wo Ideen zu Lösungen werden
- Wie Innovation bei Panduit entsteht
- Was „Innovation in unserer DNA“ in der Praxis wirklich bedeutet
- NFPA 70e Technical Committee: ONLY Absence of Voltage Testers (AVTs) Meet NFPA 70E 120.6(7)
- Ask an Expert: How RapidID Pro and Pro Are Changing Network Documentation
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